Softwareoptimierung

OBD Tuning:


Die originale Software des Motorsteuergerätes wird über die Diagnoseschnittstelle des Fahrzeuges oder direkt am Steuergerät ausgelesen, modifiziert und anschließend wieder eingespielt. Hierbei sind somit keine Lötarbeiten erforderlich. (Möglich bei Fahrzeugen ab Baujahr 2000)


Allgemeine Info zu Tuning bei Benzinmotoren:
Das Fahrzeug sollte die erste Zeit möglichst langsam eingefahren werden (starkes gas geben anfangs vermeiden), damit sich alle "alten" Lernwerte (von Lambdasonde & co) möglichst schnell auf die geänderten Bedingungen anpassen können. Eine "Anlernstrecke" von 350-400 km ist zur Übername neuer Lernwerte bei Benzinern üblich und auch immer erforderlich. In Regel wird bei den meisten Benzin-Fahrzeugen das Tuning nach den ersten gefahrenen 70-80 Kilometern deutlich spürbarer. Dies bedeutet zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht, das die komplette Anlernphase bereits abgeschlossen ist.



Änderung des „Motorkennfeldes"
Die meisten Autos mit elektronischer Einspritzanlage (Diesel und Benziner) benutzen einen kleinen Computer, das Motorsteuergerät zur Berechnung der Einspritzdaten.


In diesem Steuergerät sind unter anderem Kennfelder abgelegt, die in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern wie z.B. Last und Drehzahl die Einspritzmenge regeln. Anhand dieser Daten wird z.B. die Treibstoffmenge sowie der Zünd- und Einspritz- Zeitpunkt bestimmt.


Durch eine Änderung dieser Daten lassen sich wichtige Parameter einstellen, die zu eine Optimierung des Motormanagements, und dadurch zu einer Anhebung der Leistung und des Drehmoments führen.


Folgende Leistungssteigerungen sind zu erwarten:
Benzinmotoren ohne Turboaufladung: 5-12 %
Benzinmotoren mit Turboaufladung: 20-50 %
Dieselmotoren mit Turboaufladung: 20-35 %


Die Beschleunigung und die Höchstgeschwindigkeit werden somit spürbar verbessert. Und das alles bei geringerem Kraftstoffverbrauch - gleiche Fahrweise vorausgesetzt.

Warum nicht Chiptuning vom Hersteller?


Die Software, die für das Motormanagement zuständig ist, berechnet die erforderlichen Daten in einem sehr großen Toleranzbereich.


Gründe hierfür sind z.B.:
  • Unterschiede der Treibstoffqualität in den einzelnen Ländern
  • Abgasentwicklung bei minderwertigem Treibstoff
  • Überziehung von Serviceintervallen
  • Verschiedene Fahrerprofile
  • Witterungseinflüsse (hohe Minus-Temperaturen bis hohe Plus-Temperaturen)
  • Höhenunterschiede
  • Länderspezifische Abgaswerte

Somit ist es für den Hersteller das primäre Ziel, die Software so zu programmieren, dass das Fahrzeug in einem sehr hohen Toleranzbereich funktioniert. Weiterhin werden in die Software Begrenzungen programmiert, so dass jeder Motor nahezu die identischen Leistungs- und Drehmomentwerte aufweist. Durch die aufgeführten Punkte kann folglich nur ein sehr konservatives Leistungsbild entstehen. Durch das Chiptuning ist es nun möglich, diese Kompromisspunkte, die der Hersteller programmiert hat, aufzuheben. Die Individualisierung der Software ermöglicht somit ein perfekt abgestimmtes Motormanagement. Man kann das Chiptuning mit einem Software-Update auf Ihrem Computer vergleichen.




Unsere Meinung zu "Power-Boxen"


Neben dem klassischen Chiptuning, also die Umprogrammierung der Software im Motorsteuergerät gibt es noch die Möglichkeit, ein Zusatzsteuergerät, die so genannten "Blackboxen" bzw. "Powerboxen" einzubauen. Diese Geräte werden zwischen Motorsteuergerät und der peripheren Bauteilen geschaltet. Nun werden dem Steuergerät veränderte Einspritzwerte oder veränderte Sensormesswerte vorgetäuscht. Demzufolge versucht die ECU, das Motorsteuergerät also, diese verfälschten Messwerte zu korrigieren.